Warum ist Barrierefreiheit im Webdesign so wichtig?
Es gibt viele gute Gründe dafür, eine Website barrierefrei zu gestalten. In dieser Übersicht nenne ich dir 5 wichtige Punkte und fasse diese am Ende noch einmal zusammen.
1. Zugang für alle Menschen ermöglichen
Barrierefreiheit ermöglicht Menschen mit Behinderungen den Zugang zu deiner Website. Dazu gehören:
- Blinde und sehbehinderte Menschen, die mithilfe von Screenreadern auf deine Seite zugreifen,
- Gehörlose und schwerhörige Menschen, die auf Untertitel bei Videos und Audios angewiesen sind,
- Menschen mit motorischen Einschränkungen, die nur über ihre Tastatur durch deine Seiten navigieren können,
- Menschen mit kognitiven Einschränkungen, die einfache Sprache und klare Strukturen benötigen, um deine Inhalte zu erfassen.
Fazit: Wenn du Barrierefreiheit umsetzt, schließt du niemanden aus – deine Inhalte sind für alle nutzbar.
Leseangebot (in Planung): Wie nutzen Menschen mit Behinderung das Internet und warum ist es wichtig, die Barrieren auf Websites zu beseitigen?
2. Gesetzliche Anforderungen einhalten
In Europa ist digitale Barrierefreiheit gesetzlich vorgeschrieben:
- Der European Accessibility Act (EAA) will soziale Inklusion und Gleichheit fördern, indem er Unternehmen dazu verpflichtet, ihre Produkte und Dienstleistungen für Menschen mit Beeinträchtigungen zugänglich zu machen.
- Auf EU-Ebene trat der EAA bereits am 28.06.2019 in Kraft.
- Der European Accessibility Act (EAA) wurde in Deutschland durch das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) umgesetzt. Der Deutsche Bundestag verabschiedete das BFSG am 22.07.2021, um die Vorgaben des EAA in nationales Recht zu überführen.
- Seit dem 28.06.2025 gelten die Anforderungen des EAA in Deutschland verbindlich. Produkte und Dienstleistungen müssen den neuen Barrierefreiheitsanforderungen entsprechen.
- Bei Verstößen gegen das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) drohen Unternehmen hohe Geldstrafen.
Fazit: Rechtzeitig handeln schützt vor Abmahnungen und Strafen.
Leseangebot (in Planung): Was genau ist das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) und für wen gilt es?
3. Größere Reichweite durch besseres SEO erlangen
Barrierefreie Websites
- sind durch korrekte Semantik besser strukturiert.
- sind schlanker im Code und laden deshalb schneller.
- enthalten Alternativtexte für Bilder.
- verzichten auf unötige Datenmengen durch reduzierten Einsatz von Medien und Animationen.
Das kommt nicht nur Nutzerinnen und Nutzern zugute, sondern auch Suchmaschinen – und verbessert dein Ranking bei Google & Co.
Fazit: Barrierefreiheit steigert deine Sichtbarkeit und deine Besucherzahlen.
Leseangebot (in Planung): Was heißt bei einer Website besser strukturiert, schneller und semantisch korrekt und warum kann das mein Ranking verbessern?
4. Benutzerfreundlichkeit für alle bieten
Barrierefreiheit bedeutet auch:
- Kontraste, die bei Sonneneinstrahlung gut lesbar sind,
- einfache und klare Sprache für komplexe Themen,
- deutlich erkennbare und gut bedienbare Schaltflächen,
- optimal strukturierte und übersichtliche Inhalte,
- gut lesbare Schriften,
- durchdachte Benutzerführung,
- klare Seitennavigation,
- zurückhaltender und gezielter Einsatz von Medien, wie Bildern, Videos, Audios und Animationen.
Fazit: Alle Nutzerinnen und Nutzer profitieren von einer besseren Usability.
Leseangebot (in Planung): Wie gestalte ich benutzerfreundliche Websites?
5. Positives Image aufbauen & soziale Verantwortung übernehmen
Unternehmen, die auf Inklusion und digitale Teilhabe achten, zeigen:
- soziales Bewusstsein,
- moderne, verantwortungsvolle Unternehmensführung,
- Kundennähe und Empathie.
Fazit: Das stärkt dein Image und Vertrauen in deine Marke.
6. Zusammenfassung
Deine Website sollte barrierefrei sein, weil sie dann:
- für alle Nutzer zugänglich ist,
- rechtliche Vorgaben erfüllt,
- besser bei Google gefunden wird,
- für alle Besucher benutzerfreundlicher ist
- und dein Unternehmen als inklusiv und zukunftsfähig zeigt.